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23. März 2009

E.ON Gastransport spricht mit Bundesnetzagentur über Investitionen in europäischen Netzverbund

E.ON Gastransport führt zurzeit Gespräche mit der Bundesnetzagentur über einen baldigen Abschluss des so genannten Open Season-Verfahrens. „Wir hoffen, in den noch offenen Fragen zur Wirtschaftlichkeit eine Einigung mit der Bundesnetzagentur zu erzielen. Nur dann können die geplanten Ausbauinvestitionen schnell auf den Weg gebracht werden“, erklärte Stephan Kamphues, Sprecher der Geschäftsführung der E.ON Gastransport.

Bei dem Open Season-Verfahren handelt es sich um eine Marktbedarfsanalyse zum Ausbau des Gasnetzes. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 400 Mio. Euro soll neben zahlreichen kleineren Ausbaumaßnahmen vor allem ein Nord-Süd-Netzengpass beseitigt und die Möglichkeit, über das Netz große Erdgasmengen über Österreich nach Süd-Ost-Europa zu transportieren, deutlich verbessert werden.

„Mit dem geplanten Ausbau der Leitungen vom hessischen Sannerz bis nach Rimpar in Unterfranken und dem MEGAL-Leitungssystem nach Österreich können wir erhebliche zusätzliche Transportkapazitäten schaffen. Wir würden den europäischen Netzverbund stärken und einen wichtigen Beitrag zur europäischen Versorgungssicherheit leisten“, betonte Kamphues.

E.ON Gastransport will in den Gesprächen mit der Bundesnetzagentur erreichen, dass die gesetzlich zugestandene Eigenkapitalverzinsung für die Ausbauinvestitionen auch tatsächlich ermöglicht wird. Bisher steht dem die angekündigte Auslegungspraxis der Bundesnetzagentur entgegen.

Die beabsichtigten Investitionsmaßnahmen der E.ON Gastransport können ohne den Zubau zusätzlicher Verdichter realisiert werden, denn diese würden die Wirtschaftlichkeit des Netzausbaus über die oben genannten Punkte hinaus noch weiter beeinträchtigen. Die Bundesnetzagentur berücksichtigt bei der Genehmigung von Investitionsbudgets bislang keine zusätzlichen Betriebskosten, die bei Verdichtern aufgrund des Verbrauchs von Antriebsgas von erheblicher Bedeutung sind. Kamphues: „Auch hier ist eine sachgerechte Lösung nötig.“

Um den konkreten Ausbaubedarf der Kunden zu ermitteln, hatte E.ON Gastransport Anfang 2008 das Open Season-Verfahren gestartet. Aufgrund der starken Nachfrage nahm das Unternehmen eine Priorisierung der Ausbaumaßnahmen vor. Hierbei wurden u.a. die Netzeffizienz, die Stärkung des nationalen und europäischen Netzverbundes und damit die europäische Versorgungssicherheit sowie die Förderung des Wettbewerbs berücksichtigt.

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